Im Zeitalter der Perfektion und der Reizüberflutung tut das einfache und unkomplizierte Freizeitleben am zugefrorenen Teich richtig gut. Da genießt man das Natureis, das nicht mit teuren Eismaschinen sondern von Hand geebnet wird, da wird maximal auf Maschendrahttore (oder Schuhe als Tore) Eishockey gespielt, da gibts kein Gasthaus, der Tee und die Jause werden mitgebracht - und trotz, oder gerade wegen dieser Einfachheit ist die Eisfläche Tag für Tag voll.
Ich glaube gerade die Einfachheit und Unkompliziertheit dieser Freizeitbschäftigung macht diese so attraktiv. Da werden Kindheitserinnerungen wach, die es unbedingt weiterzugeben gilt. Denn diese Einfachheit soll Bestand haben und weiterleben.
Der Teich in Hörtendorf ist die Attraktion für die Dorfbewohner. Am Feiertag tummelten sich etliche Leute am Eis, liefen Runden oder spielten Eishockey. Wir entschlossen uns, auch eine Partie zu spielen. Nik im Tor, Nadine im Sturm, Tanja oder Helli überall. Unsere Gegener waren Jana, ihr Papa Christian (der definitiv zu stark für uns war) und Laura. Das Ergebnis war Nebensache, wichtig war vielmehr, dass wir über zwei kurzweilige Stunde in der frischen Luft zusammen verbrachten.
..noch gar kein festes Eis" lautet ein bekanntes Kinderlied.
Wir hofften, dass dies auf den Teich in Hörtendorf nicht zutrifft. So sind wir losgegangen, um zu sehen, ob man schon einlaufen kann. Und siehe da: am zugefrorenen Teich tummelten sich schon etliche Leute. Da spielten Eltern mit ihren Kindern Eishockey, dort machten die Kleinsten aus dem Ort erste Erfahrungen am Eis. Wir verbrachten eine gute Stunde dort, versuchten uns auch im Hockey, Nik machte seine ersten Gehversuche und Tanja checkte ihren Hurghadaurlaub eislaufend.